Sonntag, 22. Dezember 2013

Rückblick Dezember

Kaum zu glauben, aber das ist nun schon einer meiner letzten Einträge aus Shanghai. Nun habe ich nur noch 3 Tage in der Mega-City ehe meiner Reise in Hongkong weitergehen wird. Anna ist bereits weg, Kim fliegt morgen... Immerhin sind noch ein paar Leute an Weihnachten bei mir. Ich bin gespannt, wie ich Weihnachten in Shanghai erleben werde!

Hier noch schnell ein paar Highlights vom Dezember, den ich zur Abwechslung ausschließlich in Shanghai verbracht habe:
01.12: Frühstück im "Vienna Cafe". Nach 3 Monaten konnten wir endlich mal wieder Gouda und leckeres Brot essen. Der Brunch war ein riesen Gaumenschmaus.
Leeeckeres Frühstück
02.12: Kursausflug in das VW-Werk. Wir sind u.A. durch die ganzen Produktionshallen gefahren.
06.12: WG-Nikolaus-Feier: Wir haben das erste mal gemeinsam in der WG gekocht. Auf dem Speiseplan standen Nudeln mit Thunfisch-Soße und gaaanz viel Schokoladen. Außerdem haben wir "Kevin allein zu Haus" geguckt und ganz festlich Kerzen und Deko besorgt.
Dessert-Tisch
07.12: Auf Grund der Vielfalt in Shanghai, gab es sogar einen Weihnachtsmarkt! Heimatfeeling auf dem "Christkindlmarkt" am Paulaner Brauhaus. 
Alles lecker!
11.12: Endlich habe ich es auf ein Hochhaus vor der Nanpu-Bridge geschafft. Nach einer Kletteraktion, um hinter die Absperrung auf dem Dach zu kommen, hatten wir einen einmaligen Ausblick.
Die Nanpu-Bridge von oben! Ein Riesen Teil!
13.12: Sightseeing! Neben dem Jing'an Tempel, sind wir die West Nanjing Straße entlang gelaufen. Abends ließen wir den Tag im "Le Meridien Hotel" bei der legendären Ladies Night mit Sekt for free ausklingen. Anschließend sind wir im S2 feiern gegangen. 
Harmonisches WG-Leben ;-)
17.12: Noch einmal etwas Kultur: Mit Anna habe ich mir die Urban Planning Exhibition Hall angeschaut, in der Shanghai in Miniaturform nachgestellt wurde. Außerdem sind wir abends ein letztes mal in die "Vue-Bar" gegangen. Dieses Mal konnten wir uns an Burgern und Keksen satt essen! (mjammi)
Abends in Shanghai
18.12: Teppanyaki! Das bedeutet so viel: In der Gruppe hat man seinen eigenen Koch und kann so viel bestellen wie man möchte. Alles wird frisch vor den Augen zubereitet. Der Lachs und die gebackene Banane sind meine persönlichen Favoriten! Anschließend sind wir im M1NT feiern gegangen. Im Eingangsbereich gibt es ein riesen Haifisch-Aquarium. 
Unser Koch: George
Außerdem....:
Selfmade Frenchtoast
Shanghai by Night 1
Shanghai by Night 2.

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Kuriositäten aus Shanghai / China

Dieses Mal gibt es keinen persönlichen Bericht, sondern ein paar Feststellungen bezüglich der Chinesen/Shanghaianer und deren Eigenschaften… Der Beitrag soll natürlich nicht dazu dienen Vorurteile zu verstärken, aber ein wenig anders ticken die Chinesen -meiner Meinung nach- schon ;-).

  • Wer denkt, dass Chinesen sich von Hühnerfüßen ernähren… hat Recht! Die gibt es sogar als Snack in kleinen Plastiktütchen im Supermarkt!
  • Ältere Frauen tanzen hier was das Zeug hält. Jeden Abend kriechen sie aus ihren Häusern heraus und tanzen öffentlich zu traditioneller chinesischer Musik im Einklang.
  • Ampeln können auch mal missachtet werden. Wir haben uns zum Glück schnell angepasst und ignorieren rote Ampeln auch des Häufigeren.
  • Deren Roller sind fast ausschließlich Elektroroller... was die Sicherheit beim überqueren einer roten Ampel etwas einschränkt, da man die Dinger nicht einmal ankommen hört. 
  • In den Sommermonaten boten uns die chinesischen Männer einen ganz besonderen Anblick: Deren Bäuche! Stets wurde das T-Shirt so hochgeschoben, dass die eher prallen Bäuche raushingen. 
  • Bahnfahren ist gleichzusetzen mit einem einzigen Gedrängel. Sobald die Türen aufgehen muss man schnell sein.
  • Es vergeht kein Tag, an dem man keinen rotzenden und spuckenden Chinesen hört/sieht. Ich dachte zwar, man kann sich daran gewöhnen, aber ganz ehrlich…: NEIN! Ihgitt!
  • Es gibt fast nirgends Nutella zu kaufen! Erst nach akutem Suchen fanden wir ein Glas: 800 g für 12 €. Wir haben dann doch lieber unseren Besuch gebeten, was von zu Hause mitzubringen ;-).
  • Trotz angestrebter Umweltmaßnahmen ist Geschirr in Restaurants häufig nochmal in Plastik eingepackt.
  • Bei den ganzen Hochhäusern gehen um spätestens 23 h (im Winter teilweise um 21 h) alle Lichter aus. Finde ich gut!
  • Männer tragen gerne Seidenstrümpfe mit Mustern.
  • Frauen auch.
  • Wenn Kleinkinder ihre Notdurft verrichten müssen, werden sie ab und an einfach über den Mülleimer gehalten. Pfui!
  • …außerdem tragen Kinder extra Hosen, die Schlitze aufweisen. Windeln werden so gespart.
  • Die U-Bahn fährt, obwohl ich mich in der Megametropole Shanghai befinde, nicht länger als bis 22.50 h (manche Linien sogar nur bis 22.30 h).
  • Kinderwagen? - Wird überbewertet. Eltern tragen ihre Kinder lieber auf den Armen. Das muss Muckis geben!
  • Shanghaianer laufen manchmal in Schlafanzug herum. (Finde ich ziemlich entspannt. Ich will das auch!)
  • Chinesen, die mit den tollsten Kameras ausgestattet sind, machen die blödesten Fotos, wenn man ihnen mal die eigene Kamera in die Hand drückt.
  • Sie zocken immer und überall Handyspiele… Ton an! Daher kommt wahrscheinlich auch meine Sucht für Candy Crush ;-)

Hier noch ein paar Random-Pics:


Die besagten Hosen...

Dancing Queens...

Wer will...? Ich kann euch gerne was mitbringen :-D

Freitag, 6. Dezember 2013

On my way... Video!

Bilder sagen mehr als 1000 Worte... und wie sieht es mit Videos aus?
Jedenfalls gibt es dieses Mal wieder etwas auf die Ohren und zusätzlich auch noch was zu sehen. Ich hoffe, dass ihr mit dieser Doppelbelastung keine Probleme haben werdet ;-)
Dieses mal habe ich meinen spannenden Weg zur Uni verfilmt. Nichts Besonders, aber immer Wiederkehrendes und vor allem ist auch wenig des "typischen Shanghais" dabei.

Hier noch schnell ein paar Hintergrundinformationen:
- Für den Weg zur Uni brauchen wir in etwa 20 Minuten.
- An dem Tag war es wunderbar sonnig und wir fuhren zu einem Fußballspiel auf dem Campus.
- Der Anfang des Weges ist eine eher chinesische Straße. Andere Westler sieht man dort nie.
- Die U-Bahn zur hin Uni war sehr leer. Es gibt aber auch volle (gaaaanz volle) Bahnen... Nicht, dass ich hier einen falschen Eindruck vermittel und eure Vorstellungen des überfüllten chinesischen U-Bahn-Netzes zerstöre.
- Die Fahrräder auf dem Campus werden von professionellen chinesischen "Fahrradaufstellern" ganz ordentlich aufgereiht.
- ...

Viel Spaß beim anschauen.

Sonntag, 24. November 2013

Abstecher nach Yangshuo und Guilin

Eigentlich hätte ich ja ein paar ruhige Tage in Shanghai ganz nett gefunden, aber auf Grund des ganzen Trubels auf den Philippinen musste ich darauf leider verzichten…  Denn kaum in Shanghai angekommen, durfte ich meinen Rucksack am nächsten Tag direkt wieder packen, da wir uns auf den Weg nach Guilin und Yangshuo machten. Dieses Mal bestand meine Reisebegleitung aus Anna, Mareike, Kim und Nele (Kims Freundin), die uns für ein paar Wochen mit ihrer Anwesenheit erfreute.

Die Rollergang on Tour!
Gegen Mitternacht erreichten wir den Flughafen und Guilin und wurden direkt zu unserem Hostel gebracht. In unserem Riverside Hostel blieben wir jedoch nur kurz, da wir uns am nächsten Morgen direkt auf den Weg zum Li River machten. Die anstehende Bambusfloß-Fahrt  entlang des Flusses war bereits eines der Highlights unserer Reise. Guilin/Yangshuo ist bekannt für seine Karstberge, welche sich entlang der Region schlängeln. [Diese Berge entstanden vor etwa 40 Millionen Jahren, als tropischer Regen den Kalkstein nach und nach aufgelöst hat.] Ich kannte diese zwar bereits von Thailand und den Philippinen, aber dennoch bot die Tour eine wunderbare und einzigartige Kulisse. Am Endpunkt unserer Fahrt angekommen, erkannten wir dann auch den Aussichtpunkt: Wir waren am 20 Yuan Sightseeing Punkt. Dieser verdankt seinem Namen dem kleinen Bildchen auf dem 20 Yuan Geldschein auf dem die Karstbergformation abgebildet ist.

Bootsfahrt entlang des Li Flusses. 
20 Yuan Sightseeing Point.
Leider mussten wir relativ zügig weiter, da unser Tourguide uns direkt zum Elektro-Fahrzeug brachte, welches uns zum öffentlichen Bus bringen sollte. In diesem Bus habe ich dann das große Los gezogen und ein Chinese setzte sich nebem mich. Abgesehen davon, dass er ständig das Fenster gegen meinen Willen aufmachen wollte, spuckte er 2 durchgekaute Kaugummis auf den Boden, was wir nicht ganz so angebracht fanden…  Nachdem wir in Yangshuo angekommen waren, suchten wir direkt unser „Yangshuo 11 Youth Hostel“ auf, um unsere Klamotten absetzten zu können. Unmittelbar danach erkundeten wir die Innenstadt, welche uns mit ihren kleinen Gassen und Geschäften sofort überzeugte. Uns wurde im Vorhinein also nicht zu viel versprochen. Ruhig ließen wir den Tag auf der Dachterrasse des Hostels ausklingen und gingen früh schlafen.

Yangshuo.
Yangshuo 2.
Viele glückliche Chinesinnen...
Der kommende Tag brachte ein kleines Abenteuer mit sich, da wir mit Elektro-Rollern (Reichweite ca. 40km) den Yulong River, welcher sich westlich von Yangshuo befindet, erkundschafteten. Mit grobem Überblick über die zu fahrende Strecke war unser erstes Ziel die Drachenbrücke. Mehr oder weniger planlos passierten wir die Wege und fanden letztendlich zu unserem Ziel, welches nicht allzu besonders war. Dennoch war die Fahrt dorthin ein weiteres Highlight. Wir bekamen einen Eindruck vom tatsächlichen China, fuhren durch kleine Ortschaften, sahen Chinesen auf den Feldern arbeiten, konnten Wasserbüffel sehen und waren stets von in einer tollen Landschaft umgeben. Während der Mittagspause luden wir unserer Roller allesamt wieder auf, um auf dem Rückweg nicht stehen zu bleiben.


An der Drachenbrücke angekommen.
Tolle Felder mit Karstbergen im Hintergrund.
Wasserbüffel.
Den Rückweg wollten wir dann auf der anderen Seite des Flusses entlangfahren, um neue Eindrücke gewinnen zu können. Leider endete der geteerte Weg irgendwann und wir haben vorher auch keine andere Möglichkeit gesehen den Rückweg anzutreten, sodass wir unsere Fahrt „offroad“ fortsetzten. Spätestens zu dem Zeitpunkt als Anna samt Roller umgekippt war, ist uns aufgefallen, dass dies nicht der normale Radweg sein konnte. Ein „Zurück“ kam uns aber nicht in den Sinn, weil dies einen großen Umweg bedeutet hätte. Folglich cruisten wir weiter durch die Walachei mit Hoffnung auf bessere Wege. Diese blieben aber weiterhin aus… So langsam zeigte mein Roller auch an, dass er mal wieder an Strom angeschlossen werden sollte, aber solch eine Möglichkeit war weit und breit nicht in Sicht. Auf Sparflamme ging es dann also weiter bis wir irgendwann wieder festen Boden unter den Rädern spürten. Erleichterung pur, da auch Mareikes Roller langsam den Geist aufgab und schon in Chinesisch mit ihr zu sprechen begann. Den Moon Hill konnten wir leider nur von Weitem betrachten, da wir lieber den schnellstmöglichen Rückweg nach Yangshuo aufsuchten. Auch Neles Roller reihte sich ein und streikte irgendwann bei Geschwindigkeiten, die höher als 10 km/h waren. Wir waren heilfroh als wir irgendwann in Yangshuo ankamen und die Roller wieder abgeben konnten. Dennoch war der Tag einfach super, da wir selten so eine tolle Landschaft zu sehen bekommen haben.

Ende des Weges... Egal, wir fahren weiter!
Annas Sturz ;-)
Auch am Sonntag liehen wir uns, trotz der Lappalien am Vortag, wieder Elektro-Roller aus, da wir von Natur aus faul sind und keine Räder nehmen wollten. Mit Hilfe von Landkarten diverser Flyer entschlossen wir uns den Nord-Osten als Ziel vorzunehmen. Dieses Mal war die Landschaft besonders hügelig und weniger von Karstbergen sondern eher von Obstplantagen geprägt. Wiederum waren wir begeistert von dem, was wir zu sehen bekommen haben, auch wenn wir eigentlich näher am Li Fluss entlang fahren wollten. Nach einer Weile meldeten sich dann Kims und Mareikes Roller zu Wort und gaben auf Grund der Hügellandschaft den Geist auf. So durften die beiden ihre Roller mehr oder weniger schieben, was deren Laune in Grenzen hielt. Mein Roller war glücklicherweise noch nicht am Ende seiner Kräfte! Nachdem wir einen Chinesen fragen konnten, wo denn der nächste Ort sei, deutete er nur an, dass dieser weit entfernt sei. Im Schongang fuhren wir die Straßen weiter bis Nele und ich uns irgendwann auf den Weg machten, um nach „Rettung“ zu suchen. Wir fragten einfach in irgendeinem Haus nach, ob wir unsere Roller dort aufladen dürften und bekamen zum Glück direkt das Verlängerungskabel in die Hand gedrückt. In der Umgebung wäre auch weit und breit nichts anderes gewesen, sodass uns die Erleichterung anzusehen war! Während der Pause wurden wir von der netten Chinesin bestens mit Tee, Nüssen und chinesischen Snacks versorgt, sodass wir neue Kraft tanken konnten und nebenbei eine chinesische Soap anschauen konnten. 

Wunderbarer Aussichtspunkt am Li River.
Kim und Mareike schieben. Ich halte die Horde zusammen ;-)
Trotz der 1 ½ stündigen Pause war der Rückweg mühselig, da die Roller nicht vollständig aufgeladen waren und sich noch vor der Ankunft in Yangshuo zu Wort meldeten. Irgendwie haben wir es dann aber doch noch  nach Yangshuo geschafft. Trotz der schwachen Leistung unserer Roller hatten wir einen tollen und vor allem sonnigen Tag. Am Abend fuhren wir dann wieder zurück nach Guilin.

Hauptsache, die Chinesin denkt, sie ist nicht mit auf dem Foto :D
Mittagspause zum Aufladen unserer Roller. 
Überall die Paparazzis ;-)
Über den Dächern Yangshuos.
Am Montag habe ich mich zusammen mit Mareike auf den Weg zu den Reisterrassen in Ping’an gemacht. Auch wenn ich Reisterrassen bereits von Bali kannte, waren diese einen Besuch wert! Die Größe der Terrassen war gigantisch und auch wenn sie bereits abgeerntet waren, boten sie einen einzigartigen Blick. Kaum zu glauben, dass irgendjemand sie irgendwann auf diese beeindruckende Weise angelegt haben muss.

Ratte und sonstige Speisen. 
Mit Mareike in den Reisterrassen.

Mais zwischen den Reisterrassen :-) 
Nach einer ausgiebigen Pause im Cafe Nissi in Guilin (sehr empfehlenswert) ging es zurück zum Hostel und wir bestritten gemeinsam den Heimflug nach Shanghai. Auch dieser Ausflug war mal wieder ein voller Erfolg und die Landschaft war eine der schönsten, die ich bisher in China gesehen habe.
 
Ca. 1,40 m lange Haare hat die ca. 1,40 m große Frau!
Lebende Schlüsselanhänger mit Schildkröten, Fischen und Echsen gefüllt :-(

Die nächsten 5 Wochen werde ich nun mal ganz untypisch ohne weitere Reisepläne verbringen. Stattdessen werde ich die Stadt weiter erkunden, mich (zur Abwechslung) der Uni widmen, Zeit mit Freunden verbringen und das Leben als Austauschstudentin in Shanghai genießen. J